Digital Summit 2021: Blick nach vorne

Aktualisiert: 28. Apr.

Gemeinsam mit der DigitalAgentur Brandenburg hatte das Bündnis für Bildung (BfB) am 4. November zum hybriden Digital Summit 2021 nach Potsdam und digital im Livestream eingeladen. Fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben vor Ort und digital mit uns einen Blick in die Zukunft geworfen: unter anderem die Zukunft der Bildung, Future Skills in Arbeitswelt und Bildungssystem, Schultransformation und die künftige Finanzierung von Digitalisierung an Schulen.


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(Foto: BfB/Kevin Fuchs)


"Digitale Bildung - jetzt aber nachhaltig!" war das Motto des diesjährigen Digital Summit. In den Vorträgen, Gesprächen und Austauschpanels ging es dementsprechend um einen Blick nach vorne: Wie soll unser Bildungssystem in fünf, in zehn, in 20 Jahren aussehen?


Prof. Dr. Uta Hauck-Thum von der Ludwig Maximilians-Universität in München warf in ihrem Impulsvortrag "Lehren und Lernen im Wandel - Perspektiven für die Zukunft aus Wissenschaft und Praxis" einen Blick darauf, wie Digitales, Lehren und Lernen in Zukunft zusammengehen. Derzeit gebe es an Schulen noch zu oft einen "Pseudo-Konsens", was digitale Bildung eigentlich ist. Stattdessen müsse es an Schulen in einer echten Auseinandersetzung mit Teilhabe und Partizipation aller Beteiligten geben. Denn es brauche weitgehende schulische Transformationsprozesse für eine "Kultur der Digitalität": von den Organisationsstrukturen, Rollen und Verantwortungen über Unterrichtsgegenstände und Unterrichtsthemen bis hin zu neuen Lehr- und Lernprozessen, Prüfungsformaten und Lernorten.


Foto: Prof. Dr. Uta Hauck-Thum auf dem Digital Summit (BfB/Kevin Fuchs)


Im zweiten Programmpunkt des Summit erläuterte Prof. Dr. Katja Nettesheim, welche Future Skills es für die digitale Transformation braucht. Unter anderem wünschte sich Nettesheim, diejenigen, die Curricula und Lehrpläne verantworten, in engeren Kontakt mit denjenigen zu bringen, die später in der Arbeitswelt "die Umwelt der Schülerinnen und Schüler prägen". Unterricht sei nicht dazu da, "einen Lehrplan zu erfüllen", sondern dazu, Schülerinnen und Schüler "erfolgreich und glücklich im Leben zu machen". Zudem wünsche sie sich eine ehrliche Analyse, was Zugewinne und was Reibungsverluste des Bildungsföderalismus in Deutschland sind.


Foto: Timm Steinborn, stellvertretender Geschäftsführer des Bündnis für Bildung, im digitalen Gespräch mit Prof. Dr. Katja Nettesheim (BfB/Kevin Fuchs)


Beim Digital Summit gab es außerdem reichlich Gelegenheit zu Diskussion und Austausch. In vier Austauschpanels, von denen zwei auch für die digital Teilnehmenden im Livestream übertragen wurden, ging es um weitere wichtige Zukunftsfragen digitaler Bildung.



Im ersten Livestream-Panel stellte Dr. Michael Kaden von der DigitalAgentur Brandenburg, Mitglied im Bündnis für Bildung und Kooperationspartner des Digital Summit, Überlegungen und Positionen zu Open Educational Resources (OER) vor, die in den Arbeitsgruppen des Bündnis für Bildung entwickelt wurden. Das entsprechende Positionspapier des BfB wird Mitte November veröffentlicht.


Im zweiten Livestream-Panel konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer live die Online-Plattform des Projekts "schultransform" austesten und diskutieren - mit Input von Dr. Anja Hagen, Projektleiterin schultransform beim BfB. Das Projekt „schultransform“, das Schulen und Schulträger bei der digitalen Transformation unterstützt, hat mit dem Launch der Online-Plattform www.schultransform.org erst kürzlich einen wichtigen Meilenstein erreicht.


In den beiden weiteren Panels diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Udo Kempers (Stadt Düsseldorf) das Thema "Digitalpakt – und dann? Nachhaltige Finanzierung digitaler Bildung" sowie mit Vertretern des DXTera Institute das Thema "Zukunftsfähige Systeme für digitale Bildung".


Außerhalb der im Livestream übertragenen Veranstaltung informierte das Bündnis für Bildung zudem in einem separaten digitalen Stream für Interessierte Mitglieder und Nicht-Mitglieder mit Präsentationen und einer Gesprächsrunde über das Projekt BIRD im Zusammenhang mit der geplanten Nationalen Bildungsplattform.


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