top of page

Bildungsindikator 2026: Schulen sind bereit für Veränderung. Entscheidend bleibt die Umsetzung.

vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit
Wie Schulen den Weg der Transformation gestalten

Berlin, 10.09.2026

Neue Publikation des Projekts Schultransform wertet über 28.000 Selbsteinschätzungen von Lehrkräften aus 759 Schulen aus und zeigt, wo Schulen in Deutschland bei der Transformation stehen.


Berlin, 10. September 2026. Viele Schulen verfügen über gute Voraussetzungen, um ihre Entwicklung aktiv zu gestalten. Eine zentrale Aufgabe bleibt jedoch, gemeinsame Ziele und Konzepte dauerhaft in der schulischen Praxis zu verankern. Das zeigt der neu veröffentlichte Bildungsindikator 2026 des Verbundprojekts Schultransform. Die Publikation gibt Einblick in die Stärken, Herausforderungen und Entwicklungsschwerpunkte von Schulen, die sich aktiv mit datengestützter Schulentwicklung auseinandersetzen.


Grundlage des Bildungsindikators sind die anonymisierten Selbsteinschätzungen von Lehrkräften aus den Schultransform-Selbstchecks. In die Auswertung flossen die Daten von 759 Schulen ein, die sich zwischen dem 1. April 2023 und dem 31. März 2026 in der zweiten Projektphase „SchultransformNEXT“ neu registriert haben.


Die Ergebnisse von Schultransform werden in sechs zentralen Handlungsfeldern ganzheitlicher Schulentwicklung zusammengeführt und stellenweise in Beziehung zum Schultransform-Transformationsindex 2023 der ersten Projektphase gesetzt. Der Bildungsindikator dient dabei als aktuelle Standortbestimmung und gibt Schulleitungen, Schulträgern, Schulaufsichten sowie der Bildungspolitik in Deutschland eine Orientierung für die weitere Gestaltung von datengestützter Schulentwicklung.


„Schulentwicklung braucht neben Engagement eine verlässliche Datenbasis“, sagt Dr. Christian Büttner, Vorstandsvorsitzender des Bündnis für Bildung e. V. „Mit dem Bildungsindikator machen wir über Hunderte Schulen hinweg sichtbar, wo sie ihre Stärken und Entwicklungsbedarfe sehen. Diese Orientierung hilft allen, die Verantwortung für die Gestaltung von Schule tragen.“


Zentrale Ergebnisse: Die Grundlagen sind gelegt. Nun kommt es auf die langfristige Verankerung an.


Die Auswertung zeigt: Führung zählt derzeit zu den wichtigsten Stärken schulischer Entwicklung und ermöglicht viele Veränderungsprozesse überhaupt erst. Auch die Basis stimmt vielerorts: Die teilnehmenden Lehrkräfte schätzen Themen wie technische Ausstattung, gemeinsame Werte und organisatorische Rahmenbedingungen heute positiver ein als bei der letzten Datenauswertung im Jahr 2023.


Die größte Herausforderung besteht jedoch nicht darin, neue Entwicklungen zu starten, sondern sie langfristig zu verankern. Visionen, datengestützte Qualitätsentwicklung und nachhaltige Prozesse sind und bleiben zentrale Entwicklungsfelder. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es weniger um zusätzliche Erkenntnisse oder eine neue Infrastruktur geht, sondern vielmehr um die konsequente Umsetzung vorhandener Konzepte im Schulalltag.


Das zeigt sich auch beim Lehren und Lernen: Viele Schulen haben gemeinsame Vorstellungen davon entwickelt, wie eine zeitgemäße Lernkultur aussehen kann. Bei flexiblen Lernformaten, individueller Förderung und veränderten Prüfungsformen sehen sie jedoch weiterhin Entwicklungsbedarf.


Die technische Infrastruktur wird insgesamt positiv eingeschätzt. Gleichzeitig zeigt sich ein zunehmender Bedarf an verlässlichen Supportstrukturen, fachlicher Begleitung und einer pädagogisch begründeten Nutzung.


Einordnung und Verfügbarkeit


„Technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich Künstlicher Intelligenz, erhöhen den Veränderungsdruck und eröffnen zugleich neue Möglichkeiten“, sagt Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Helliwood media & education im Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e. V. „Der Bildungsindikator zeigt, dass viele der beteiligten Schulen Veränderung aktiv gestalten wollen. Entscheidend ist nun, sie bei der dauerhaften Umsetzung ihrer Vorhaben verlässlich zu begleiten.“


Auch wenn die Nutzung von Schultransform für alle Schulen in Deutschland freiwillig ist, geben die Ergebnisse erstmals umfangreiche, datengestützte Einblicke in die Entwicklungsprozesse von Grundschulen, weiterführenden Schulen und beruflichen Schulen aller Bundesländer, die sich in den letzten Jahren aktiv mit datengestützter Schulentwicklung auseinandergesetzt haben.


Der Bildungsindikator 2026 steht ab sofort unter https://schultransform.org/publikation-bildungsindikator2026 kostenfrei zur Verfügung. Eine gedruckte Ausgabe kann, solange der Vorrat reicht, über das Bestellformular bestellt werden.



Über Schultransform Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Schultransform wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und gemeinsam von Helliwood media & education und dem Bündnis für Bildung umgesetzt. Seit 2020 haben sich mehr als 1.200 Schulen auf der Plattform registriert, um ihre Entwicklungsprozesse gemeinsam mit ihrer Schulgemeinschaft systematisch in den Blick zu nehmen und zu gestalten.

 

Kontakt

Antonia Schulte, Projektleitung schultransform, a.schulte@b-f-b.net

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Kommentare


bottom of page