DigitalPakt Schule - Im Fokus

Aktualisiert: Jan 15


Nachdem der Bundestag und Bundesrat die Grundgesetzänderung ermöglicht haben, hat am 16. Mai Anja Karliczek für den Bund die Verwaltungsvereinbarung zum DigitalPakt Schule unterzeichnet und in ihrer Rede vor dem Bundestag die Wichtigkeit dieser Leistung betont. Damit tritt der langersehnte DigitalPakt heute nun endlich in Kraft.


Für Sie gehen wir durch die wichtigsten Fragen und Themen bei der Umsetzung und hoffen dadurch für etwas Klarheit zu sorgen.


"Die Digitalisierung unserer Schulen gelingt dann am besten, wenn pädagogische Konzepte der Schulen, gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer und die Ausstattung ineinandergreifen."

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Präsident der KMK



Förderrichtlinien


Frage: Was ist tatsächlich förderfähig?

Antwort: Die schulische Infrastruktur, um eine digitale Bildung zu ermöglichen, steht im Mittelpunkt der Förderung

Begründung:

Das BMBF und die KMK haben in einer gemeinsamen Verwaltungsvereinbarung die Gegenstände der Fördermittel definiert. Grundsätzlich werden Investitionen in die schulische Infrastruktur gefördert. Hierzu gehören

  • der Aufbau der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden (z.B. Serverlösungen),

  • schulisches WLAN,

  • digitale Lern- und Lehr-Infrastrukturen (pädagogische Kommunikations- und Arbeitsplattformen, Cloudangebote und Portale)

  • Anzeige- und Interaktionsgeräte (interaktive Tafeln und dazugehörigen Steuerungsgeräte)

  • digitale Arbeitsgeräte,

  • schulgebundene mobile Endgeräte (nur bedingt förderfähig),

  • Strukturen für die professionelle Administration und Wartung digitaler Infrastrukturen.

Die Links zu den Förderrichtlinien der Bundesländer haben wir für Sie auf einer separaten Seite zusammengestellt.

Timing


Frage: Wann werden die Gelder denn fließen?

Antwort: Je nach Bundesland unterschiedlich, dennoch so schnell wie möglich

Begründung:

Nach Inkrafttreten der Grundgesetzänderung und Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung durch Bund und Länder stehen die Mittel unmittelbar zur Verfügung. Die Fördermittel werden jedoch beim Land beantragt, nicht beim Bund. Jedes Land wird für diesen Zweck – nach derzeitigem Stand – eine eigene, mit dem Bund abgestimmte Förderrichtlinie herausgeben, die die Einzelheiten der Förderung festlegt, insbesondere ab wann Anträge gestellt werden können und bei welcher Stelle. Diese Förderrichtlinien sollten bis Herbst 2019 zum großen Teil fertig sein. Wenn alles zügig geht, könnten die ersten Schulen noch in diesem Jahr mit ihren Investitionsmaßnahmen beginnen. In dieser Legislaturperiode stehen insgesamt 3.5 Milliarden Euro zur Verfügung und die Mittel werden über die nächsten fünf Jahre verteilt.


"Neu ist, dass mit dem DigitalPakt neue Wege für digitale Kooperationen auf überregionaler und auf länderübergreifender Ebene geschaffen werden."

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek


Verteilung der Mittel


Frage: Welches Bundesland erhält wie viel Geld?

Antwort: Die Mittel werden gemäß Königsteiner Schlüssel verteilt.

Begründung:

Dieser richtet sich zu zwei Dritteln nach dem Steueraufkommen und zu einem Drittel nach der Bevölkerungszahl eines Bundeslandes. Darüber hinaus können Mittel bis zu einem Anteil von 5% auch für Landesprojekte zu schulischen Zwecken (wie z. B. Schul-Clouds, technische Projekte etc.) eingesetzt werden. Für Projekte in länderübergreifender Zusammenarbeit wird außerdem ein Satz von 5% der Mittel zweckgebunden reserviert. Über die Anträge entscheiden Bund und Länder gemeinsam. Bereits begonnene Investitionsprogramme in den Ländern und Kommunen im Bereich Bildung in der digitalen Welt werden wie geplant weiter geführt. Die Mittel des DigitalPaktes sind als zusätzliche Mittel zu verstehen.

Antragstellung


Frage: Dürfen Schulen einen Antrag auf Förderung stellen? Antwort: In der Regel nein

Begründung:

Die Schulen sind zwar Empfänger der Fördermittel, das Geld beantragen jedoch die Schultr